Passau/Rom, 24.11.15 (kath.ch) Nach den Worten von Erzbischof Georg Gänswein wird das Schreiben von Papst Franziskus zur Familiensynode nicht mehr in diesem Jahr erscheinen. Gänswein äusserte sich auf einer Diskussionsveranstaltung der Verlagsgruppe Passau in der Reihe «Menschen in Europa».
Zum Ende der Bischofssynode über Ehe und Familie am 25. Oktober wurde Papst Franziskus das Abschlussdokument aus den dreiwöchigen Beratungen der 270 Bischöfe übergeben. Daraus wird das Kirchenoberhaupt ein eigenes Dokument erstellen, das nun aber nicht mehr in diesem Jahr erscheinen wird. «Und dann wird es nicht mehr allzu lange dauern», sagte der Präfekt des Päpstlichen Hauses und Privatsekretär des emeritierten Papstes Benedikt XVI. am Montag, 23. November, in Passau zum neuen Termin.
Eine Prognose zum Inhalt wollte Gänswein nicht wagen. «Ich bin kein Prophet und auch nicht sein Ghostwriter», so der Präfekt. Aber auch ihn bewege es, welche Schlüsse Franziskus aus dem Synodaltext, den man als «Steinbruch» zu verstehen habe, ziehen werde. (kna)