Von CIC Am

In Berichte aus dem Vatikan

Rom, 19.10.15 (kath.ch) Washingtons Kardinal Donald Wuerl hat Manipulationsvorwürfe im Zusammenhang mit der derzeit im Vatikan tagenden Bischofssynode über Ehe und Familie zurückgewiesen. Er könne nicht erkennen, dass diese Synode in irgendeiner Weise manipuliert sei, sagte Wuerl in einem Interview der von den Jesuiten in den USA herausgegebenen Zeitschrift «America» (18. Oktober). Zugleich äusserte er den Verdacht, dass die Kritik an der Arbeitsweise der Bischofsversammlung letztlich Franziskus selbst gelte.

Das eigentliche Motiv mancher Kritiker sei möglicherweise, dass «sie diesen Papst nicht mögen», so Wuerl. Franziskus fordere eine Kirche, die das Evangelium nicht nur verkünde, sondern auch lebe. «Und aus Gründen, die nur sie selbst kennen, gibt es einige, die das irgendwie bedrohlich finden». Der US-Kardinal äusserte sich unter anderem mit Blick auf einen Beschwerdebrief mehrerer Kardinäle an Papst Franziskus. Darin äussern die Unterzeichner den Verdacht, dass die Synode zugunsten reformorientierter Kräfte manipuliert sei. Ihre neue Arbeitsweise diene dazu, vorherbestimmte Ergebnisse zu erzielen. Bekanntgeworden war die Existenz eines solchen Schreibens durch eine Veröffentlichung im Internet.

Wie kann man 13 Arbeitsgruppen manipulieren?

Weiter sagte Wuerl, er könne nicht erkennen, wie man die 13 Arbeitsgruppen der Synode manipulieren könne. Die Moderatoren und Berichterstatter seien von der jeweiligen Gruppe gewählt worden. (cic)